AR ist die Kurzform für Augmented Reality, englisch für erweiterte Realität. Gelegentlich wird Augmented Reality  auch als „Mixed Reality“ (gemischte Realität) oder „Enhanced Reality“ (verbesserte Realität) bezeichnet.
Der Begriff beschreibt eine computergestützte Erweiterung der Realität. Es ist nicht vorgeschrieben, welche Sinne des Benutzers angesprochen werden müssen, hauptsächlich wird jedoch nur der visuelle Bereich abgedeckt. Im Gegensatz zu VR (Virtual Reality), welche dem Benutzer in ein komplett künstliches Umfeld hineinversetzt, zielt Augmented Reality darauf ab, die Wirklichkeit mit Zusatzinformationen auszustatten.

Generell benötigt ein Augmented Reality-fähiges Gerät folgende Features:

  • Kamera
  • Tracking-Gerät
  • Unterstützungssoftware
  • Display.

 

Eine populäre Definition des Begriffs geht auf das Jahr 1997 zurück und stammt von Ronald Azuma, einem Intel Mitarbeiter. Laut ihm erfüllt Augmented Reality drei Grundeigenschaften:

  • Virtuelle Realität und Realität überlagern sich.
  • AR ist interaktiv und findet in Echtzeit statt.
  • Reale und virtuelle Objekte stehen dreidimensional zueinander im Bezug.

Andere beschrieben Augmented Reality als eine Ausweitung der Sinneswahrnehmung des Menschen durch Sensoren von Umgebungseigenschaften, die der Mensch selbst nicht wahrnehmen kann.

Die Anfänge von Augmented Reality

Am Anfang steht der Wunsch des Menschen nach zugänglichen Informationen. Die Idee der Augmented Reality wird zum ersten Mal im Jahre 1901 erwähnt.
In dem Roman „The Masterkey“ von Autor L. Frank Baum („Der Zauberer von Oz“) erhält der Protagonist eine Brille, die ihm Informationen über seine Mitmenschen, direkt über deren Köpfen einblendet.

Fast ein Jahrhundert später bekommt diese Idee einen Namen. Die beiden Boeing Techniker Thomas Caudell und David Mizell sprechen davon, wie eine Brille die Arbeiten an Jumbo-Jets revolutionieren könnte, indem sie den Arbeitenden detaillierte Baupläne einblendet.
Was damals technologisch noch nicht realisierbar war, ist heute in Form von Smartglasses, wie z. B. „Google Glass“, Wirklichkeit geworden.
Trotz der weitreichenden Möglichkeiten sind die ersten Gehversuche im Bereich AR nicht im Mainstream angekommen. Mögliche Ursachen könnten die mangelnde Bereitschaft des Benutzers sein, sich etwas ins Gesicht zu setzen, oder gar einen Helm anzuziehen. Dazu kommt noch der stattliche Preis der ersten Geräte, den die Meisten nicht bereit sind für ein „Gimmick“ auszugeben.

Einsatz von Augmented Reality in der heutigen Zeit

Erst in der jüngsten Vergangenheit hat das Thema Augmented Reality den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. Maßgebend hierfür ist der kommerzielle Erfolg von Smartphone Apps wie Snapchat oder das 2016 erschienene Pokémon Go. Letzteres erwirtschaftete zur Höchstzeit seiner Popularität über 10 Millionen USD täglich in In-Game-Käufen und bewies, dass Augmented Reality ein profitreiches Geschäftsmodell sein kann. 2017 brachte Apple das „ARKit“ für iOS11 heraus. Diese Technologie verwandelt jedes iPhone ab dem 6S in ein Augmented-Gerät, zugänglich für eine breite Masse. Dies löste eine Flut an Tech-Demos und Ideen für Einsatzmöglichkeiten aus. Ein für diese neue Technologie möglicherweise bekanntes Beispiel ist die IKEA-App. Mit der jeder Besitzer eines iPhone 6S (oder höher) dreidimensionale Objekte aus dem Katalog direkt in seinen Eigenen vier Wänden platzieren und um diese herumlaufen kann.

Nicht nur Privatpersonen, auch immer mehr Unternehmen beginnen sich für dieses Thema zu interessieren (vor allem im Bereich der Bauunternehmen). Es spielt keine Rolle ob mit Smartphone / Tablet gestützter Technik oder mit Smartglasses, wie der von Microsoft entwickelten „HoloLense“, einem weiteren Versuch, ein Augmented Reality-Gerät in Form einer Brille auf den Markt zu bringen. Damit lassen sich z. B. virtuelle Deckenrohre verlegen. Das ist für jeden ersichtlich und Fehler in der Planung können zu einem früheren Zeitpunkt bereits aufgedeckt werden.

Gerade bei komplizierten Installationen kann dies eine enorme Zeitersparnis darstellen, mit der sich ein Unternehmen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft.

Was bringt Augmented Reality in der Zukunft?

In Zukunft wird die Entwicklung im Bereich der Augmented Reality weiter voranschreiten und Möglichkeiten Schaffen die heute nur schwer vorstellbar sind.
Google kündigt an „ARCore“ auf dem Markt zu bringen, um mit Android Systemen eine Alternative zu Apples ARKit zu schaffen.
Aber auch Apple hat kühne Pläne. So möchte man 2020 ein Augmented Reality-Headset auf den Markt bringen, welches das Smartphone als unseren treuen Begleiter ablösen soll und damit wieder an dem Punkt ansetzt, an dem Google Glass vor wenigen Jahren noch gescheitert ist.

Darüber ob das Smartphone in naher Zukunft abgelöst wird, lässt sich nur spekulieren. Derzeit entwickelt es sich jedoch zum ersten massentauglichen Augmented Reylity-Gerät.
Sehr wahrscheinlich ist es, dass das Smartphone aufgrund seiner Handlichkeit, Funktionalität und überwältigenden Verfügbarkeit den zukünftigen AR-Markt für sich beanspruchen wird.

1 Antwort

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  1. […] Augmented Reality gibt es schon seit vielen Jahren, doch durch die Tango Technologie von Google, hat man jetzt ganz neue Optionen. Die neuen Tango-Geräte sind mit vielen Sensoren ausgerüstet, die eine ganz neue Art von Augmented Reality möglich machen. […]

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