Die Digitalisierung voran bringen und trotzdem operativ agieren können. Neues schaffen und altes sukzessive ersetzen. In dieser Blog-Serie dreht es sich darum, wie man möglichst schmerzfrei Alt-System ersetzen oder auch erweitern kann. Im ersten Beitrag der Serie gehen wir auf die Bestandsaufnahme und die Planung einer solchen Unternehmung ein.

Definition Legacy-Systemen im Umfeld der Digitalisierung

Legacy-Systeme sind Altsysteme, deren Wartung und Weiterentwicklung zu kostenintensiv wurde. Oft liegt es an veralteten Technologien (Architektur, Programmiersprachen,…). Das Resultat aus den veralteten Technologien sind zum einen schwer zu findende und teure Entwickler, zum anderen aber auch die technischen Limitierungen des Systems. In einer idealen Welt würde man die Systeme abschalten und komplett neu entwickeln. Dass das nicht funktioniert wissen die Unternehmen aus den verschiedensten Branchen (Banken, Automotive,…).

Rolle von Legacy-Systemen in der Digitalisierung

Die von mir angesprochenen Systeme waren in unseren Kundenprojekten oft die Basis für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Durch die technischen Limitierung und durch die Haltung von sensiblen Daten war es aber nicht möglich, die Systeme nach außen zu öffnen. Doch wie kann man gleichzeitig auf die Daten von Altsystemen zugreifen, ohne sie komplett neu zu entwickeln? Brauchen wir die Daten der Systeme wirklich? Kann man möglicherweise doch das System öffnen, um aus dem Internet an die Daten zu kommen?

Anforderungsworkshops als Lösungsfindung

Wir empfehlen unseren Kunden bei der Optimierung von Geschäftsprozessen ein Anforderungsworkshop in dem die Kollegen aus den verschiedenen Fachabteilungen zusammen mit der IT und uns als Dienstleister an einem Tisch sitzen.

Folgende Punkte sollten hier auf der Agenda stehen und geklärt werden:

  • Welche Altsysteme sind vorhanden?
  • Priorisierung der Wichtigkeit der Altsysteme. Ist die Integration der Systeme für die Geschäftsprozesse nötig?
  • Auf welchen Technologien basieren die Systeme?
  • Aufzeigen des neuen Geschäftsprozesses und die Berührungspunkte mit den Systemen.

Am Ende des Workshops steht die Erarbeitung einer Architektur und die Diskussion in der großen Runde. Es müssen hierbei alle Stakeholder abgeholt und die Machbarkeit der einzelnen Anforderungen abgeklopft werden. Entscheidungen in dieser Phase des Projektes sind sehr weitreichend und später nicht einfach zu korrigieren. Wenn zum Beispiel eine der Fachabteilung im späteren Projektverlauf sich entscheiden sollte, dass Wartezeiten von 5 Sekunden für Nutzer nicht tragbar sind, kann es zu hohen Mehraufwänden kommen.

Bitte vergessen Sie auch nicht die unbeliebten Aufgaben, wie: Datenschutz, Betriebsratsvorgaben, etc.

 

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