Mit Sicherheit haben Sie schon mal was von der App Babbel gehört. Das Unternehmen hinter dieser App wirbt für das Erlernen von Sprachen in kurzer Zeit. Die App ist sehr beliebt und ist eine der erfolgreichsten Apps in Deutschland. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Berlin belegte mit seiner App im vergangenen Jahr (2019) den zweiten Platz hinter der App SoundCloud. Dieses Jahr 2020 konnte das Unternehmen einen Zuwachs von 27 Prozent und einen Umsatz von 106,4 Millionen Euro verzeichnen. Nicht nur Babbel, sondern der gesamte App-Markt in Deutschland erreichte dieses Jahr einen Rekordzuwachs. Diese Entwicklung belegen nun Zahlen nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Research2guidance. Hierbei erfasste die Studie alle Umsätze von Apps in verschiedenen Kategorien und errechnete somit die gesamten Umsätze. Einfach gesagt, gibt es für Sie als potenzieller App-Anbieter verschiedene Möglichkeiten mit Apps Geld zu verdienen. Die Vielzahl der Möglichkeiten möchte ich Ihnen im Folgenden erläutern.

#1 Geld verdienen mit kostenpflichtigen Apps:

Die einfachste Möglichkeit mit Apps Geld zu verdienen, ist es sie kostenpflichtig für den Nutzer zu machen. Ein Beispiel hierfür wurde am Anfang das Unternehmen Babbel genannt. Die Preisgestaltung der Apps wird den Anbietern überlassen. Je nachdem auf welcher Plattform Sie Ihre Apps veröffentlichen möchten, müssen Sie an dem entsprechenden Betreiber dieser Plattform einen prozentualen Anteil Ihres Umsatzes bezahlen. Die beiden führenden Betreiber Google und Apple verlangen momentan eine Umsatzbeteiligung von ca. 30 Prozent. Leider sind die Zahlen von kostenpflichtigen Apps dieses Jahr auf 2 Prozent des gesamten Umsatzes gesunken. Lediglich 52 Millionen Euro von insgesamt 1,99 Milliarden Euro werden durch kostenpflichtige Apps erwirtschaftet.

#2 Geld verdienen mit Werbung in Apps:

Hier gibt es folgende Möglichkeiten, wie Sie Werbung in Ihrer App schalten können. Eine davon ist die klassische Banner Werbung in statischer oder animierter Form. Dabei wird der Nutzer aus der App herausgeleitet und wird zu der Website im Browser geführt. Weiter können Sie auch sogenannte Rich-Media-Ads in Ihrer App integrieren. Hier wird die Werbung erst durch einen Klick aktiviert. Ein Layer erscheint anschließend über den aktuellen Inhalt und pausiert die Anwendung. Diese Methode wird häufig von Automobilherstellern wie Nissan und BMW angewendet, um Ihren Kunden neue Fahrzeugmodelle vorzustellen. Die Variante Werbung in Apps ist eine gute Möglichkeit mit Apps Geld zu verdienen. Die Zahlen belaufen sich hier auf 20 Prozent des gesamten Umsatzes, spricht 399 Millionen Euro von insgesamt 1,99 Milliarden Euro.

#3 Geld verdienen mit In-App-Käufe:

Viele Apps bieten heutzutage zusätzliche Inhalte oder Abonnements an, die der Kunde wie der Name besagt „in“ der App kaufen kann. Sehr beliebt sind hierbei zusätzliche Inhalte in Games und Abonnements von Musik-Streaming-Diensten wie z.B. Spotify. Eine weitere Möglichkeit ist ein Upgrade der App auf eine Pro-Edition. Diese bietet dem Käufer bspw. mehr Funktionen und/oder einen längeren Nutzungszeitraum. Die Variante der In-App-Käufe ist äußerst erfolgreich und macht drei Viertel des gesamten Umsatzes aus. In Zahlen ausgedrückt, sind es 1,55 Milliarden Euro von insgesamt 1,99 Milliarden Euro.

Welche Variante lohnt sich für Sie und Ihre App?

Zusammengefasst kann man sagen, dass alle genannten Varianten in Bezug auf Geld verdienen sich lohnen können, wenn hinter dem Vorhaben eine gute Strategie steckt. Alle Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Um hier sich einen Überblick zu verschaffen, erfordert es an Experten, die einem zur Seite stehen und bei diesem Vorhaben beraten und unterstützen.

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